Was können wir mit 4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr tun?

Dies war die Frage von VBSA . VBSA vertritt alle 30 derzeit in der Schweiz in Betrieb befindlichen WtE-Anlagen. Zusammen emittieren diese 30 WtE-Anlagen insgesamt rund 4,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr - etwa die Hälfte dieser Emissionen basiert auf Fossilien und die andere Hälfte ist biogen.

Die Ergebnisse auf den Punkt gebracht:

  • Die Dekarbonisierung des Abfallsektors muss durch die Erfassung der CO2-Emissionen in WtE-Anlagen erfolgen, da die Gesamtmenge der Abfälle für die Verbrennung voraussichtlich erst 2050 erheblich sinken wird

  • Schweizer WtE-Anlagen sind bereits in das Energiesystem eingebettet und könnten den Übergang zu erneuerbaren Energien erleichtern

  • Die CO2-Abscheidung ist eine im Handel erhältliche Technologie ab einem Preis von CHF 68 pro Tonne CO2 ohne. Kosten für Reinigung und Verflüssigung

  • Wir haben drei umfassende Optionen für den Umgang mit dem eingefangenen CO2 geprüft: Nutzung zur Erzeugung von eMethan, eMethanol; Kohlensäure und tiefe geologische Speicherung als Gas

  • Die Umstellung auf eMethan und eMethanol ist aufgrund des Energiebedarfs und der vorübergehenden Art der CO2-Speicherung nicht im erforderlichen Umfang möglich

  • Eine großflächige Kohlensäure von CO2 hat sich in der Schweiz als nicht praktikabel erwiesen

  • Es ist unwahrscheinlich, dass die geologische Speicherung von CO2 in der Schweiz in den nächsten 10 bis 20 Jahren verfügbar sein wird

  • Als Alternative zur Lagerung in der Schweiz könnten nordeuropäische Offshore-Lagerprojekte in den nächsten Jahren eine Option werden

  • Die Kosten werden zu Beginn voraussichtlich hoch sein und müssen weiter untersucht werden

  • Im Falle einer Implementierung könnte CCS für Abfälle in Energieanlagen schnellere Wege in eine klimaneutrale Zukunft für andere Sektoren wie Zement, Schwertransport und Wärme eröffnen

Fazit: Der vielversprechendste Weg zur drastischen Reduzierung der CO2-Emissionen von Schweizer WtE-Anlagen scheint darin zu bestehen, CO2 zu binden, den Transport nach Nordeuropa zu ermöglichen und es dauerhaft in geeigneten geologischen Formationen zu speichern.

Dieser Ansatz sollte auf andere große Punktquellen in der Schweiz ausgedehnt werden, wie die Zementherstellung und andere „schwer zu dekarbonisierende“ große CO2-Punktquellen.

Die Ergebnisse wurden in einem Stakeholder-Workshop mit Teilnehmern aus Industrie, Wissenschaft und anderen Organisationen validiert, darunter ETH, Industrielle Werke Basel, IET-Institut für Energietechnik, Swiss RE, Limeco, WWF, Rytec AG, BAFU.

Whitepaper

Sustec.png

© 2020 by sus.lab